2015 Namibia

Einsatzbericht vom September 2015 über einen Operationseinsatz in Nordnamibia 461 Blinden das Augenlicht wiedergegeben

Ziel des Vereins ist es, den Ärmsten der Armen in der dritten Welt augenärztliche Hilfe zu leisten. Ziel des diesjährigen Einsatzes war Oshakati in Nordnamibia. Hier war von dem namibischen Verein zur Verhütung von Blindheit ein sogenanntes Eyecamp organisiert worden. Über ein Jahr waren alle an Grauem Star erblindete bedürftige Bewohner aufgelistet worden, um dann in einer Woche von einem internationalen Team von Augenärzten operiert zu werden. Noch nie war eine so große Anzahl von Erblindeten auf der Warteliste. 

Neben drei einheimischen Augenärzten waren ein Augenarzt aus den USA und ein Augenarzt aus Großbritannien gekommen. Das Operationsteam aus Deutschland stand unter der Leitung von Dr. Thomas Schwarz, der von den Operationsschwestern Regina Schwarz, Annette Kaiser und Antonia Brugellis unterstützt wurde. Mit allen Operationsmaterialien im Wert vom über 25000 Euro bepackt war das Team von Frankfurt nach Windhoek geflogen. Das umfangreiche Gepäck von über 160 kg wurde bei dem Flug von der AIR NAMIBIA kostenlos mitgenommen. Zum ersten Mal gab es bei der Einreise am Zoll keine Probleme, da die Zöllner das Team von den Voreinsätzen wiedererkannte. Von Windhoek aus flog man dann noch 1000 Kilometer nach Norden ins Einsatzgebiet.  Im Krankenhaus in Oshakati waren zwei Operationssäle geräumt worden, in denen je drei Operateure nebeneinander arbeiteten. Trotz der räumlichen Enge von 25 Quadratmetern in jedem Operationssaal spielte sich der Betrieb schnell ein und es wurde von 8 Uhr morgens bis 20 Uhr abends durchoperiert.

Während die anderen Operateure nach der ECCE Methode mit grossem Schnitt den grauen Star operierten, kam dank einer transportablen Phakomaschine beim deutschen Team die moderne Ultraschalloperationsmethode mit einem 3 mm Schnitt zum Einsatz. Dadurch ist eine deutliche kürzere Abheilungszeit und eine geringere Gefahr durch Entzündungen gegeben. Bei den operierten Patienten, vom 15-jährigen Knaben bis zur 102 Jahre alten Großmutter, war die Freude bei der Morgenvisite riesig über das wiedergegebene Augenlicht- begeistert sangen und tanzten die Patienten auf den Krankenstationen. Solche Dankbarkeit und Freude sind der beste Lohn für einen solchen Einsatz.

Deshalb sagte das Team von Kids and Poors Eyes International e.V auch spontan gerne für 2016 wieder seine Hilfe zu. So sind für 2016 neben dem Einsatz in Namibia auch erste Einsätze in Tansania und in Papua-Neuginea in Planung.  Bedanken möchten wir uns herzlich bei allen Freunden, Förderern und Gönnern des Vereins KIDS AND POORS EYES INTERNATIONAL e.V., die diesen Einsatz mit ihren großzügigen Spenden ermöglicht haben.